Es gibt zwei Wege zur Antwort, und sie unterscheiden sich in einem Punkt: ob gerechnet wird, was Ihr Haus vermutlich braucht, oder gemessen wird, was es tatsächlich gezogen hat.
Analyse Ihrer Rechnung
Ihr digitaler Zähler zeichnet den Verbrauch in Viertelstundenwerten auf. Die KI liest diese Werte aus Ihrer Rechnung, findet Ihre echten Lastspitzen und nennt die passende Stufe auf 0,1 kW genau. Dauert wenige Minuten, kostenlos.
mehr erfahrenOhne UnterlagenSchnellschätzung
Sie haben keine Rechnung zur Hand? Dann geben Sie Wohnfläche und Geräte an. Der Rechner arbeitet mit der Methode spanischer Installateure — gut genug, um zu erkennen, ob Sie zu hoch liegen. Ohne Eingabe persönlicher Daten.
mehr erfahrenMit Ihrer Rechnung: der gemessene Wert
Dies ist der genaue Weg. Der Netzbetreiber speichert Ihren Verbrauch in Viertelstundenwerten, und aus Ihrer Rechnung lassen sich Anschlusskennung, vereinbarte Leistung und Verbrauchsprofil auslesen. Daraus ergibt sich nicht nur die passende kW-Stufe, sondern auch, was die Änderung im Jahr spart — und ob sich zusätzlich ein Tarifwechsel lohnt.
Ohne Unterlagen: die Schnellschätzung
Dieser Rechner sieht Ihre Daten nicht. Er schätzt aus Wohnfläche und Geräteausstattung, wie viel Leistung ein vergleichbarer Haushalt braucht, und rechnet aus, was die Differenz zu Ihrer heutigen Stufe im Jahr kostet. Alles läuft in Ihrem Browser, es wird nichts übertragen und nichts gespeichert.
Wie der Rechner arbeitet
In Spanien wird die benötigte Leistung nicht geschätzt, sondern gerechnet: Man addiert die Anschlussleistung aller Geräte und multipliziert die Summe mit einem Gleichzeitigkeitsfaktor (coeficiente de simultaneidad). Dahinter steckt eine simple Erkenntnis: Niemand betreibt Backofen, Trockner, Waschmaschine, Induktionsfeld und Klimaanlage im selben Moment. Je mehr Geräte ein Haushalt hat, desto unwahrscheinlicher wird der Volllastfall — und desto niedriger fällt der Faktor aus.
| Rechenschritt | Was einfließt | Typischer Wert |
|---|---|---|
| Grundlast | Kühlschrank, Router, Alarmanlage, Standby, LED-Beleuchtung nach Fläche | 0,25 kW + 4 W je m² |
| Gerätelast | Alle angekreuzten Geräte mit ihrer Anschlussleistung | 4 – 15 kW |
| Gleichzeitigkeitsfaktor | Sinkt mit der Anzahl der Geräte | 0,30 – 0,58 |
| Ergebnis | Grundlast + Gerätelast × Faktor, aufgerundet auf 0,1 kW | 3,5 – 9 kW |
Die Methode bildet den Normalfall ab, nicht den Extremfall. Wer regelmäßig Gäste beherbergt, zwei Waschgänge parallel fährt oder ein Elektroauto lädt, sollte eine Stufe höher gehen.
Was ein Kilowatt zu viel wirklich kostet
Der Leistungspreis besteht aus einem regulierten Teil, den die spanische Regulierungsbehörde CNMC festlegt, und der Marge Ihres Anbieters. Der regulierte Anteil für den Haushaltstarif 2.0TD liegt 2026 bei 27,704413 €/kW·Jahr. Rechnet man eine übliche Anbietermarge, die Stromsteuer von 5,11 % und 21 % Mehrwertsteuer dazu, landet man bei rund 45 € je kW und Jahr. Auf den Kanaren fällt wegen des IGIC-Satzes von 0 % für Haushalte spürbar weniger an.
| Vereinbarte Leistung | Leistungspreis pro Jahr (gerundet) | Typisch für |
|---|---|---|
| 3,45 kW | rund 155 € | Kleine Wohnung, Gaskochfeld, ohne Klimaanlage |
| 4,6 kW | rund 207 € | Spanischer Durchschnittshaushalt |
| 5,75 kW | rund 259 € | Wohnung mit Induktion, zwei Splitgeräten, Elektroboiler |
| 6,9 kW | rund 311 € | Reihenhaus mit Klimaanlage und Poolpumpe |
| 9,2 kW | rund 414 € | Villa mit Wärmepumpe, Pool und Ladepunkt |
Überschlagsrechnung mit 27,70 €/kW·Jahr reguliert, angenommener Anbietermarge, Stromsteuer und 21 % MwSt. Ihr Vertrag kann abweichen — der Wert steht dort als término de potencia.
Bevor Sie die Leistung ändern
- Prüfen Sie den Wert auf Ihrer Rechnung. Er steht unter potencia contratada, meist in kW mit zwei Nachkommastellen.
- Vergleichen Sie ihn mit dem Ergebnis oben. Eine Abweichung unter 0,3 kW ist kein Handlungsgrund.
- Bedenken Sie die Sperrfrist: Die Leistung darf nur einmal in zwölf Monaten geändert werden. Wer zu tief geht und nachbessern muss, wartet ein Jahr.
- Bei Installationen, die älter als 20 Jahre sind, verlangt der Netzbetreiber für eine Erhöhung häufig eine Prüfung der Anlage. Eine Senkung ist davon nicht betroffen.
- Senken kostet in der Regel nichts außer einer Bearbeitungsgebühr, Erhöhen kostet Anschlussrechte. Details unter Leistung ändern.
Häufige Fehler bei der Leistungswahl
- Vom Vorbesitzer übernommen: Der häufigste Fall. Die Leistung passte zu dessen Lebensweise, nicht zu Ihrer. Nach einem Hauskauf lohnt die Prüfung fast immer — siehe Strom nach dem Hauskauf.
- Vom Installateur großzügig gewählt: Wer die Anlage baut, haftet nicht für die Rechnung. Im Zweifel wird aufgerundet.
- Angst vor dem ICP: Viele lassen die Leistung hoch, weil einmal die Sicherung fiel. Oft war die Ursache ein Defekt, nicht die Leistungsgrenze.
- Für den Ausnahmefall dimensioniert: Weihnachten mit acht Gästen rechtfertigt keine ganzjährige Stufe. Es ist billiger, in dieser Woche den Trockner nicht parallel laufen zu lassen.
- Dreiphasig ohne Not: Ein dreiphasiger Anschluss verteilt die Last, ändert aber nichts am Preis pro Kilowatt.
Was passiert, wenn ich die vereinbarte Leistung überschreite?
Wie oft darf ich die Leistung ändern?
Rechnet der Rechner auch für ein Ferienhaus richtig?
Sind Zwischenwerte wie 5,2 kW erlaubt?
Was ist der Unterschied zwischen den beiden Rechnern auf dieser Seite?
Werden meine Eingaben gespeichert?
Derselbe Verbrauch, eine andere Rechnung
Laden Sie eine beliebige spanische Stromrechnung hoch. Der Vergleichsrechner von Lead EnergIA rechnet Ihren echten Verbrauch gegen die aktuellen Tarife und zeigt, was ein anderer Vertrag gekostet hätte — auf Deutsch, ohne Anruf, ohne Verpflichtung. Auch dann, wenn das Ergebnis lautet: bleiben.
Quellen
Alle Angaben auf dieser Seite stammen aus offiziellen spanischen Quellen (BOE, CNMC, MITECO, Netzbetreiber). Stand: 2026-09-16.