# Photovoltaik im spanischen Ferienhaus: die ehrliche Rechnung

> Die Sonne auf Mallorca und Teneriffa liefert rund 1.600 bis 1.770 kWh je installiertem Kilowatt-Peak und Jahr — Spitzenwerte für Europa. Trotzdem rechnet sich eine Anlage in einem acht Monate leerstehenden Haus oft nicht. Der Grund liegt nicht in der Technik, sondern in der spanischen Abrechnungslogik. Hier steht, wann es funktioniert und wann nicht.

Quelle: https://strom-in-spanien.de/solar-spanien/rentabilitaet-ferienhaus/ · Stand: 15. September 2026 · Sprache: Deutsch
Herausgeber: Strom in Spanien — unabhängiges Informationsportal über Strom und Gas in Spanien für deutschsprachige Eigentümer und Residenten.

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## Was eine Anlage auf den Inseln produziert

Die folgenden Werte gelten für ein fest montiertes Kilowatt-Peak bei optimaler Neigung und 14 % Systemverlusten. Sie stammen aus einer Fachquelle, die die Klimareihen von PVGIS (Joint Research Centre der EU-Kommission, Zeitraum 2005–2023) auswertet — also eine Sekundärquelle, die PVGIS zitiert, keine amtliche Veröffentlichung. Vor einer Investition sollten die Werte für Ihre konkrete Adresse neu berechnet werden.

| Standort | Jahresertrag je kWp | Optimale Neigung | Bester Monat | Schwächster Monat |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Palma de Mallorca | 1.598 kWh | 36° | Juli, 163 kWh/kWp | Dezember, 100 kWh/kWp |
| Santa Cruz de Tenerife | 1.768 kWh | 25° | Juli, 179 kWh/kWp | Dezember, 114 kWh/kWp |
| Las Palmas de Gran Canaria | rund 1.614 kWh | 27° | Mai, 149 kWh/kWp | Nov./Dez., 117 kWh/kWp |

_Sekundärquelle mit PVGIS-Bezug (CalculaSolar, abgerufen am 15. September 2026). Der direkte Abruf der PVGIS-Schnittstelle war bei der Recherche nicht möglich; für eine Investitionsentscheidung sollten die Werte dort neu erzeugt werden._

Der interessantere Befund steckt nicht im Jahreswert, sondern im Jahresverlauf. Die Kanaren produzieren fast gleichmäßig: Zwischen dem schwächsten und dem stärksten Monat in Las Palmas liegen keine 30 %. Das passt hervorragend zu einem konstanten Verbrauch. Die Balearen sind deutlich saisonaler — 163 gegen 100 kWh/kWp zwischen Juli und Dezember. Das ist ein Nachteil für ein ganzjährig bewohntes Haus, aber ein Vorteil, wenn die Immobilie im Sommer vermietet wird: Der Ertrag fällt genau dann an, wenn Klimaanlage, Pool und Warmwasser laufen.

## Was eine Anlage 2026 kostet

Für eine schlüsselfertige Wohnanlage nennt der spanische Markt 2026 eine Spanne von **4.000 bis 9.500 €**. Ein oft zitiertes Referenzbeispiel ist eine Anlage mit 4,5 kWp (acht Module zu 580 Wp) für einen Haushalt mit 4.500 kWh Jahresverbrauch: 8.500 bis 9.500 € vor jeder steuerlichen Entlastung.

**Spezifische Kosten kleiner Anlagen** — Rund 1.300 bis 1.900 € je kWp. Bei 6 bis 10 kWp sinkt der Wert in Richtung 1.000 bis 1.300 €/kWp — die Fixkosten für Gerüst, Anfahrt, Papierkram verteilen sich auf mehr Module.
**Kostenanteile** — Module 30–40 %, Wechselrichter 15–20 %, Speicher (falls vorhanden) 30–40 %, Unterkonstruktion und Elektrik 10–15 %, Arbeit, Planung und Genehmigungen 15–20 %.
**Speicher** — Ein Lithiumspeicher schlägt mit 30 bis 40 % der Gesamtkosten zu Buche. In einem leeren Haus bringt er praktisch nichts: Er ist nach dem ersten Sonnentag voll und verschiebt Energie nur innerhalb desselben Tages.
**Inselzuschlag** — Seefracht, Logistik und weniger Wettbewerb unter den Installateuren machen Angebote auf den Balearen und besonders auf den Kanaren teurer als auf dem Festland. Diese Einschätzung ist marktüblich, aber nicht belegt. Holen Sie grundsätzlich drei Angebote ein und übertragen Sie keine Festlandpreise.

## Das strukturelle Problem: Erzeugung und Anwesenheit passen nicht zusammen

Der Ertrag einer Anlage ist das eine, ihr wirtschaftlicher Wert das andere. Gespart wird in Spanien vor allem dadurch, dass Sie Strom nicht einkaufen müssen — rund 0,15 bis 0,20 €/kWh. Der eingespeiste Überschuss wird dagegen nur mit 0,04 bis 0,10 €/kWh bewertet, und er wird zusätzlich **monatlich gedeckelt**: Was über den Verbrauch des Monats hinausgeht, verfällt. Die Mechanik dahinter erklären wir ausführlich unter [Überschussvergütung](https://strom-in-spanien.de/solar-spanien/ueberschuss-verguetung/).

In einem leeren Haus liegt der laufende Verbrauch — Kühlschrank, Poolfilter, Standby — schätzungsweise bei 100 bis 250 Watt. Eine 4-kWp-Anlage liefert mittags über 3 kW. Neun Zehntel davon gehen ins Netz, werden zum niedrigen Satz bewertet und stoßen dort schnell an den Monatsdeckel. Die Anlage funktioniert einwandfrei — nur ist jede Kilowattstunde einen Bruchteil dessen wert, was das Verkaufsgespräch nahegelegt hat. Dasselbe Missverhältnis trifft übrigens auch das kleine Steckermodul, das gern als unkomplizierter Einstieg gilt: [was in Spanien wirklich dafür gilt](https://strom-in-spanien.de/solar-spanien/balkonkraftwerk/).

> **Das teuerste Missverständnis** Spanische Angebote rechnen die Ersparnis fast immer mit dem **vollen Strompreis** auf die **gesamte Jahresproduktion**. Für einen Zweitwohnsitz ist diese Rechnung schlicht falsch: Nur der zeitgleich verbrauchte Anteil ist so viel wert, der Rest ist es nicht, und ein erheblicher Teil ist gar nichts wert. Verlangen Sie eine Wirtschaftlichkeitsrechnung, die Ihre tatsächlichen Belegungswochen, den Grundlastverbrauch und den Monatsdeckel abbildet.

## Amortisation: die Größenordnungen

Die folgenden Zeiträume sind **eigene Schätzungen** dieses Portals, abgeleitet aus den Kosten, den Erträgen und den Vergütungssätzen oben. Sie sind keine Messwerte und ersetzen keine Berechnung für Ihr Haus.

| Nutzungsprofil | Geschätzte Amortisation | Was den Ausschlag gibt |
| --- | --- | --- |
| Hauptwohnsitz, Eigenverbrauchsquote über 60 %, ohne Speicher | etwa 5–8 Jahre | Hoher Anteil selbst verbrauchter Energie, Steuerermäßigung nutzbar |
| Hauptwohnsitz mit physischem Speicher | etwa 8–12 Jahre | Speicher hebt die Eigenverbrauchsquote, kostet aber 30–40 % Aufpreis |
| Zweitwohnsitz mit geringer Belegung, nur Überschussverrechnung | etwa 12–20 Jahre oder nie | Monatsdeckel, niedriger Überschusspreis, kaum zeitgleicher Verbrauch |

_Ausdrücklich eine Schätzung, keine belegte Kennzahl. Wer eine Amortisationszeit nennt, muss die Annahmen offenlegen: Strompreis, Eigenverbrauchsanteil und Belegungswochen. Unsere Annahmen stehen in der [Methodik](https://strom-in-spanien.de/methodik/)._

## Entscheidungsmatrix: wann ja, wann nein

| Ihre Situation | Empfehlung | Begründung |
| --- | --- | --- |
| Belegung unter drei Monaten, kein zweiter Anschluss in Spanien | Eher nicht — oder sehr klein (2–3 kWp) | Es fehlt schlicht der zeitgleiche Verbrauch; der Großteil der Produktion verfällt |
| Ferienvermietung im Sommer | Ja | Der balearische Ertragsgipfel im Juli trifft auf Klimaanlage, Pool und Warmwasser — der beste Fall |
| Beheizter Pool, Poolpumpe mit Zeitschaltung | Ja | Die Filterpumpe ist im Ferienhaus oft der größte Einzelverbraucher und lässt sich in die Mittagsstunden legen |
| Wärmepumpe (_aerotermia_) vorhanden oder geplant | Ja | Verschiebbare Last mit hohem Wirkungsgrad; siehe [Wärmepumpe in Spanien](https://strom-in-spanien.de/solar-spanien/waermepumpe/) |
| Elektroauto, das vor Ort geladen wird | Ja | Programmierte Mittagsladung verwandelt Überschuss zu 0,06 €/kWh in Ersparnis zu 0,20 €/kWh |
| Zweiter eigener Anschluss im Umkreis von 5 km | Ja, als gemeinschaftlicher Eigenverbrauch | Seit dem RD-ley 7/2026 möglich; besser als eine virtuelle Batterie, weil ohne Gebühr und Anbieterbindung |
| Niedrige Belegung, kein weiterer Anschluss, Anlage trotzdem gewünscht | Nur mit virtueller Batterie | Sie ist die einzige Möglichkeit, den Winterüberschuss nicht zu verlieren — mit den [bekannten Nachteilen](https://strom-in-spanien.de/solar-spanien/virtuelle-batterie/) |
| Haus wird in absehbarer Zeit verkauft | Eher nicht | Bei Amortisationszeiten von über zwölf Jahren schlägt sich die Anlage selten voll im Kaufpreis nieder |

Bevor Sie über Module nachdenken, lohnt fast immer ein Blick auf die Fixkosten: Eine zu hoch gewählte _potencia contratada_ kostet jedes Jahr Geld, unabhängig davon, ob jemand im Haus ist. Der [Leistungsrechner](https://strom-in-spanien.de/tools/leistungsrechner/) zeigt in wenigen Minuten, ob dort mehr zu holen ist als auf dem Dach. Und wer das Haus ohnehin nur wenige Wochen nutzt, findet unter [Stromvertrag fürs Ferienhaus](https://strom-in-spanien.de/stromanbieter-spanien/ferienhaus/) die günstigeren Hebel.

### Lohnt sich eine Solaranlage auf Mallorca, wenn ich nur im Sommer da bin?

Nur bedingt. Die Produktionsspitze im Juli trifft dann zwar auf Ihre Anwesenheit, aber von Oktober bis Mai verfällt der Überschuss Monat für Monat. Wenn Sie in dieser Zeit vermieten, sieht die Rechnung deutlich besser aus. Ohne Vermietung sollte die Anlage klein bleiben oder mit einer virtuellen Batterie kombiniert werden.

### Wie viel Strom produziert 1 kWp auf den Kanaren?

Rund 1.768 kWh im Jahr in Santa Cruz de Tenerife und rund 1.614 kWh in Las Palmas, nach PVGIS-Klimareihen. Besonders bemerkenswert ist die geringe Schwankung: Der schwächste Monat erreicht dort fast 80 % des stärksten.

### Was kostet eine Photovoltaikanlage in Spanien 2026?

Schlüsselfertig 4.000 bis 9.500 € für ein Wohnhaus, also etwa 1.300 bis 1.900 € je kWp bei kleinen Anlagen. Auf den Inseln liegen die Preise wegen Transport und geringerem Wettbewerb tendenziell am oberen Rand. Holen Sie drei Angebote ein.

### Wann amortisiert sich eine PV-Anlage im spanischen Ferienhaus?

Nach unserer Schätzung in 12 bis 20 Jahren — oder gar nicht, wenn die Belegung sehr niedrig ist und kein zweiter Anschluss oder keine virtuelle Batterie den Überschuss auffängt. Bei ganzjähriger Nutzung sind 5 bis 8 Jahre realistisch.

### Bringt ein Batteriespeicher im Ferienhaus etwas?

Gegen das saisonale Problem nicht. Ein physischer Speicher verschiebt Energie nur innerhalb eines Tages; in einem leeren Haus ist er nach dem ersten Sonnentag voll. Er verteuert die Anlage um 30 bis 40 %.

### Steigert eine Solaranlage den Wert meiner Immobilie in Spanien?

Sie verbessert in der Regel die Energieklasse im _certificado de eficiencia energética_, das bei Verkauf und Vermietung ohnehin vorgelegt werden muss. Einen belastbaren Aufschlag auf den Kaufpreis können wir nicht beziffern — dazu gibt es für die Balearen und Kanaren keine verlässlichen Daten.

## Quellen

- [CalculaSolar – Solarertrag Palma de Mallorca (nach PVGIS-Daten der EU-Kommission)](https://www.calculasolar.es/energia-solar/palma-de-mallorca)
- [CalculaSolar – Solarertrag Santa Cruz de Tenerife (nach PVGIS-Daten)](https://www.calculasolar.es/energia-solar/santa-cruz-de-tenerife)
- [CuencaSolar – Preis einer Wohn-Photovoltaikanlage 2026](https://cuencasolar.es/blog/precio-de-una-instalacion-fotovoltaica-residencial-en-2026-entre-4-000-y-9-500-euros/)
- [BOE – Real Decreto 244/2019, Artikel 14 (Monatsdeckel der Verrechnung)](https://www.boe.es/buscar/act.php?id=BOE-A-2019-5089)
- [Solar360 – Virtuelle Batterie und Zweitwohnsitz](https://www.solar360.es/blog/autoconsumo/segunda-residencia-bateria-virtual)
